In Eitorf-Stein, gelegen an der Straße „Backesweg“, befindet sich das Naturschutzgebiet „Basaltsteinbruch Stein“.
Der Steinbruch wird schon lange nicht mehr betrieben. Vor rund 19 Millionen Jahren, am Ende des Tertiärs im mittleren bis höheren Miozän, entstanden die zu sehenden Basaltsäulen aufgrund eines Vulkanausbruchs. Aus einem Schlot im Nordwesten des Geländes aufsteigend ergoss sich die Lava in südliche Richtung. Nach dem Erkalten bildete sich eine Platte von 15 bis 20 cm Dicke mit den beeindruckenden Basaltsäulen. Diese Decke besitzt eine unmittelbare Verbindung in die Tiefe. Ein tiefer Basaltstiel (eine Bohrung wurde nach 23 m Tiefe abgebrochen) findet sich ungefähr an der Stelle, wo heute eine Informa-tionstafel steht. Wenn Sie also heute zu dieser Tafel gehen, stehen Sie mitten auf dem Schlot des Vulkans, der nur „ruht“, also nicht erloschen ist. So gibt uns der Besuch dieses kleinen Naturschutzgebietes einen Eindruck davon, dass wir nur auf einer dünnen Erdkruste leben, unter der immer noch glühende Magma brodelt. Heute ist der Steinbruch ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen. Vor allem der Russische Bär (eine Schmetterlingsart) und die Gelbbauchunke sind hier als bedrohte Tierarten zu nennen. Deshalb, und wegen der akuten Steinschlag Gefahr, darf der Steinbruch nur bis zur Infotafel betreten werden.