Die Wahner Heide ist der letzte Rest des im 19. Jahrhundert noch auf der sogenannten Heideterrasse bestehenden 3-5 km breiten, von der Sieg im Süden bis zur Ruhr im Norden reichenden, über 80 km langen Heideband. Davon waren zum Ende des zweiten Weltkriegs infolge jahrzehntelanger militärischer Nutzung des Gebietes nur noch etwa 2000 ha Offenland erhalten.
In den letzten 50 Jahren gingen weitere 1500 ha Heideflächen durch Verbuschung und Bewaldung mit Birkenwald sowie durch die Einrichtung des Flugplatzes Köln-Bonn verloren.
Seit 1994 wird ein Biotoppflege- und Entwicklungskonzept umgesetzt, nach dem im Naturschutzgebiet ca. 500 ha Heide wieder mittels Entbuschung, Mahd und extensiver Beweidung entwickelt werden.
Das Standortmosaik aus nährstoffarmen, leicht austrocknenden Sanden über staunasse tonige Böden bis zu vermoorten Senken und Talungen sowie mäßig nährstoffreichen Braunerden sind der Grund für eine außergewöhnliche Biotopvielfalt. Infolge dessen weist die Wahner Heide einen großen Artenreichtum auf.
Das militärische Sperrgebiet wurde wegen Protesten aus der Bevölkerung ab 1978 an den Wochenenden für Erholungssuchende geöffnet.
Seit 2004 ist die Wahner Heide wieder weitgehend frei zugänglich, nur im Süden ist ein Teil für die Bundeswehr reserviert.
Da das Heidegebiet wegen der bisherigen militärischen Nutzung noch vielfach mit Munition belastet ist, finden sich neben den Schildern mit Hinweisen auf das Naturschutzgebiet auch Schrifttafeln, die auf die drohende Lebensgefahr hinweisen und deshalb mahnen, die markierten Wege nicht zu verlassen.